∞ Lieblingszitat ∞

"Jene, welche die Geschichte missachten, sind dazu verdammt, sie zu wiederholen."

-"The Iron Thorn - Flüsternde Magie" von Caitlin Kittredge

Sonntag, 29. März 2015

Rezension: Flüsterndes Gold (Carrie Jones)

#1 Gold-Reihe
5 Sterne




Klapptext:

»Nick? Bist du da draußen?«

Und da höre ich es, das wütende Geheul eines Hundes. Ich erstarre. Und dann höre ich etwas noch Schlimmeres. Vom Waldrand kommt ein heiseres Flüstern. Es ist nicht Nicks Stimme, aber ich erkenne sie. Ich habe sie gestern Abend gehört, als ich laufen war.

»Zara«, sagt sie. »Komm zu mir.«



Zara zieht zu ihrer Großmutter ins einsame und verschneite Maine, und gleich am ersten Schultag verliebt dienlich in Nick - Nick, der sie vor dem seltsamen Fremden beschützt, der ihr immer wieder auflauert, der ihr nicht nur die dunkle Seite ihrer idyllischen neuen Heimat offenbart, sondern selbst ein übernatürliches Geheimnis hat...



Rezension:
Ich bin wirklich begeistert! Das ist wirklich ein wunderschönes Buch! Es hat genau die richtige Mischung aus Fantasy, Witz und Liebe. Es ist einfach zu lesen und wirklich fesselnd. Ich konnte das Buch gar nicht mehr weg legen! Die Charaktere sind toll beschrieben und sehr abwechslungsreich. Es ist wirklich von allem etwas dabei. Es gibt nirgends eine Stelle an der es sich ein bisschen zieht oder sich alles wiederholt. Ich kann das Buch wirklich allen empfehlen. Ich kenne es auch von anderen Bücher, dass manchmal neben der Fantasy die Liebe zu kurz kommt oder anders herum. Hier definitiv nicht der Fall.

Fazit:
Das Buch ist leicht zu lesen und sehr packend. Tolle abwechslungsreiche Geschichte, mit einer guten Mischung von allem dabei. Hat mir sehr gut gefallen und ich kann es kaum erwarten den zweiten Teil zu lesen!

Taschenbuch: € 7,99 
ebook: € 6,99
Verlag: cbt
Seiten: 345 (TB)
ISBN: 978-3-570-30819-6

Freitag, 27. März 2015

Autoren kennenlernen: Britta Boerdner




Wie heißen Sie und woher kommen Sie?

Mein Name ist Britta Boerdner, ich wohne in Frankfurt. Meine Geburtsstadt ist Fulda, doch meine Eltern sind dort weggezogen, als ich noch ganz klein war. Frankfurt ist mein Lebensmittelpunkt, hier habe ich vieles - nicht alles - von dem, was ich brauche.

Wie sind Sie zum Bücher schreiben gekommen?

Übers Lesen. Ich habe schon als Kind wahnsinnig gerne gelesen, Bücher waren mein Rückzugsort, ich konnte mich stundenlang mit einem Käsebrot und einer Tasse Kakao in mein Zimmer verdrücken, war froh, wenn niemand etwas von mir wollte, denn dann konnte ich irgendwelche Abenteuergeschichten lesen. So mit neun oder zehn dachte ich, doch auch mal selbst etwas schreiben zu können. Kam dann aber nicht viel dabei heraus, es kreiste immer um Themen wie 'Ein Pferd allein in der Welt' oder 'Ein Mädchen allein in der Welt' oder beides.

Was war das erste was Sie je geschrieben haben? (Gedicht? Geschichte?..)

Tagebuch. Magere, uninspirierte Berichte von dem, was tagsüber so passiert ist. Die arteten dann aber schnell in irgendwelche Wunschgeschichten aus. Kleine Mini-Stories. Ich glaube, in der ersten, die länger war als eine halbe Seite, ging es darum, von zu Hause abzuhauen. Wie das wohl wäre, was ich machen würde, Klamotten einpacken, leise die Haustür hinter mir schließen, an der Straße stehen und per Anhalter in Richtung Süden fahren.

Ab wann wussten Sie, dass sie Autor(in) werden wollten?

So ab der Abi-Zeit. Ich dachte, entweder werde ich Ärztin oder Journalistin. Das mit dem Medizinstudium würde nichts werden, das war mir aber auch klar, denn Mathe und sonstiges hartes Faktenlernen waren eigentlich nicht meine Sache. Autorin von Literarischem bin ich dann allerdings erst sehr viel später geworden, zuvor gab es eine lange Reise als Redakteurin und Autorin von Reiseberichten und als selbstständige Texterin und Konzeptionerin.

Woher kommen Ihnen die Ideen für ihre Romane und Geschichten?

Dadurch, dass ich mich alleine herumtreibe, durch Städte oder in Landschaften. Genau hinschaue, meinen Gedanken freien Lauf lasse. Oft ist es nur etwas, das andere als Nebensächlichkeit bezeichnen würden, das mich auf Ideen bringt. Etwa ein Gespräch, das ich in einem Café am Nachbartisch höre, ein, zwei Zeilen, die ich lese, Fotografien, die ich sehe. Dann setzt sich in mir etwas in Bewegung, weil ich versuche, das eigentliche Thema des Ganzen zu erfassen und die Story weiterzuspinnen. Manchmal erzählen mir Freunde, was sie erlebt haben, irgendeine Anekdote, und sagen dann "das wäre eine tolle Geschichte, darüber musst du unbedingt was schreiben!" In den meisten Fällen finde ich zwar die Anekdote ganz nett, das Ganze jedoch als Thema uninteressant. Ich suche eher nach den Dingen unter der Oberfläche als nach dem Offensichtlichen.

Wo arbeiten Sie am liebsten? Und wann? (Abends, morgens ? Im Freien, Schreibtisch.. )

Gute Frage und gleichzeitig nicht ganz einfach zu beantworten. Mir fällt es schwer, in idyllischer Ruhe zu schreiben. Die Autorin an ihrem Schreibtisch, mit versonnenem Blick aus dem Fenster in einen blühenden Garten, das sind so Klischees, in denen ich nicht arbeiten kann. Ich schreibe gerne in Räumen, die für andere vielleicht stressig sind. In einem Café zum Beispiel. Ich kann auch in einer Hotelbar oder einer Bahnhofskneipe schreiben. Der Lärm und die Kulisse um mich herum zwingen mich dazu, mich dagegen abzuschotten. Ich sitze dann wie unter einer Glocke und kann wunderbar fokussieren. Zum Redigieren brauche ich allerdings Ruhe, dazu setze ich mich oft in Frankfurt in die Deutsche Nationalbibliothek. Zu Hause kann ich am besten frühmorgens oder spät abends schreiben, wenn alle anderen schlafen.

Wie lange brauchen Sie im Schnitt bis das Buch publiziert werden kann?

Für mein Debüt habe ich knapp anderthalb Jahre gebraucht, jetzt, an meinem zweiten Manuskript, werde ich länger arbeiten. Dabei gibt es aber auch Sachzwänge, die verhindern, dass ich durchgehend schreiben kann. Ich habe nämlich noch einen Brotjob, mit dem ich das Geld zum Leben verdienen muss.

Woher holen Sie sich Inspirationen, wenn Sie mal nicht mehr weiter wissen?

Durch Lesen. Manchmal sind es nur zwei, drei Zeilen in einem guten Roman, und mein eigener Motor springt an. Dabei geht es nicht um die Ideen anderer, sondern nur darum, dass mich das Gelesene in eine bestimmte Stimmung oder Schwingung, auf ein bestimmtes Sprachplateau versetzt. Das ist wie eine Initialzündung, ab dann geht meine eigene Fahrt weiter. Auch Fotografien oder Filme sind gut, ich bin ein sehr visuell denkender Mensch, ich brauche Bilder, um andere Bilder entwerfen zu können. Dazu zählt auch, ziellos durch die Stadt zu treiben, zu schauen, selbst zu fotografieren.

Verarbeiten Sie Erlebnisse aus Ihrem Leben bzw. Umfeld auch in den Büchern?

Ich denke, jeder Autor, jede Autorin macht das. Aber eher im Sinn von Erfahrungen. Ich muss nicht alles bis ins Kleinste selbst erlebt haben, worüber ich schreibe, aber ich muss die grundsätzliche Emotionalität kennen. Ich muss nicht boxen können, um zum Beispiel den Weg eines Boxers von der Kabine zum Ring zu beschreiben, aber ich muss dazu Gefühle wie existenzielle Angst und die Überwindung davon kennen. Und dann gibt es natürlich zahllose Mini-Episoden, die ich verwende, oft nur klitzekleine Ausschnitte von Gesehenem oder Gehörtem.

Wie sieht der Arbeitsalltag eines Schriftstellers aus? (Haben sie überhaupt einen?)

Ich versuche - versuche - diszipliniert zu sein. Dazu gehört auch, Trash auszuschalten. Abends RTL II gucken und morgens das Morgenmagazin auf irgendeinem Sender, das klappt nicht. Ich muss mich unbedingt ständig mit meinem Stoff gedanklich beschäftigen können, da darf dann nichts stören. Dazu gehört, morgens pünktlich aufzustehen und mich ohne Zwischenaufenthalt (außer Duschen und Zähneputzen), ohne Abrieb, an mein Manuskript zu setzen. An einem Tag schreibe ich, am nächsten redigiere ich das, was ich zuvor geschrieben habe. Manchmal sind es nur zwei Stunden, und ich bin leergeschrieben für den Moment, oft ist es aber auch eine Quälerei, vormittags und nachmittags.

Welche Medien, Seiten oder Bücher benutzen Sie für Recherchen?

Google und Google Maps. Oder auch die Deutsche Nationalbibliothek, dort bekommt man alle deutschen und deutschsprachigen Publikationen meist noch am selben Tag zur Verfügung gestellt.

Welche Tipps haben Sie für junge Autoren und für die, die es noch werden wollen?

Dran bleiben. Immer wieder versuchen, sich zu verbessern. Und vor allen Dingen nicht denken, nur weil die Freunde oder die Familie sagt, es sei toll, was man macht, ist auch wirklich schon ein Wunder geschehen. Stattdessen professionelle Kritik suchen, in einem guten Creative Writing-Kurs etwa. Und gute Bücher lesen.

Gibt es derzeit neue Projekte? Worauf dürfen wir uns in Zukunft freuen?

Ich arbeite derzeit an einem Manuskript, das in der hessischen Provinz Ende der sechziger Jahre spielt. Dabei geht es um Aufbruchsstimmung, Sehnsucht - und um erstes Verliebt sein.


"Was verborgen bleibt" (Britta Boerdner)

Klapptext:
Es gibt ein Versprechen, abgegeben viele Jahre zuvor: Wer als Erster in der großen Stadt Fuß fasst, zieht den anderen nach. Nun ist sie ihrem Freund über den Ozean gefolgt, erst einmal auf Probe in die ferne Metropole. Was als Neuanfang gedacht war, stellt sich als der Beginn eines Abschieds heraus. Da sind Gregors Überstunden und die abendliche Beklommenheit, wenn beide in der Dunkelheit nebeneinanderliegen. Und die Katze im Innenhof, die er füttert, wenn er sich unbeobachtet fühlt. Getrieben von ihrer Sehnsucht nach vertrautem Terrain, wandert die Erzählerin tagsüber durch die winterlichen Straßen, auf der Suche nach den Indizien der Liebe und der früheren Intimität. Szenen ihrer ersten Monate steigen in ihr auf, als das Spiel der Körper noch Grenzen zwischen ihnen aufzulösen schien und sie gemeinsamen Träumen nachhingen. 

Samstag, 14. März 2015

Rezension: Häkelenten tanzen nicht (Jennifer Wolf & Alexandra Fuchs)

4 1/2 Sterne



Klapptext:
Eigentlich wollte Sam Frank schreiben. Und eigentlich wollte Alice Sam nur sagen, dass sie nicht Frank ist. Doch dann kamen die Häkelenten dazwischen. Diejenigen, die auf dem Klopapier von Sams Oma saßen. Und die Silvesternacht, in der Sam nicht ganz lesbare Neujahrsgrüße verschickte. An Alice. Die zurückschrieb. Und Sam, der antwortete. Bis sie beide nicht mehr aufhören konnten.

Rezension:
Zuerst muss ich sagen, dass das Buch ein Chat-Roman war und wirklich nur Whatsapp Nachrichten und Facebook Posts mit Kommentaren enthielt. Zuerst war ich da ja ein bisschen skeptisch, aber der Klapptext hatte mich irgendwie von der Story überzeugt und deshalb war ich trotzdem ziemlich gespannt auf den Inhalt und auf das, was man daraus gemacht hat. Ich bin wirklich begeistert. Ich glaube aber einen weiteren Chat-Roman könnte ich nicht lesen, da es für mich am Ende nur Sinn gemacht hat, dass der Roman ausschließlich den Chat zwischen Alice und Sam enthielt. Ich kann mir aber weniger gut vorstellen, dass man den Sinn dieser Art einen Roman zu schreiben auf eine andere, vollkommen verschiedene Geschichte gleich anwenden kann. Ich denke diejenigen, die das Buch schon gelesen haben wissen, was ich meine. :) Im Großen und Ganzen fand ich die Geschichte dahinter einfach nur wahnsinnig interessant und die Charaktere haben mir super gut gefallen. Leider habe ich einen kleinen Mangel an Sams kleiner Schwester Ina. Sie ist dreizehn, verhält sich aber meiner Meinung nach leider nicht so. Sie ist wirklich lieb und süß, aber für ihr Alter leider viel zu kindlich beschrieben. Die Sache mit den Häkelenten wurde super durch den ganzen Roman hin immer wieder mal aufgegriffen, was mir auch ziemlich gut gefallen hat. Das mit dem Tanzen und den Häkelenten, laut Titel, konnte ich mir am Anfang nicht ganz so zusammenreimen aber am Ende hat es einen wunderschönen Sinn ergeben, der das Buch wirklich sehr gut abrundet. Hat mir gefallen. Ja, viel kann ich dazu eigentlich gar nicht mehr sagen, weil ich sonst das wichtigste im ganzen Buch verraten würde und das will ich natürlich nicht :) Ich empfehle es eigentlich allen Liebhabern eines Liebesromans weiter, die einmal ein etwas anderes Buch lesen möchten. Es war auch ziemlich einfach zu lesen, da ja alles in „Chat-Sprache“ geschrieben war, deshalb konnte ich es auch sehr schnell durchlesen. Es hat wirklich Spaß gemacht, das Buch zu lesen und ich fand es wirklich super gelungen! Vielen Dank, liebe Autoren, für so ein wundervolles Buch! :)

Cover:
Leider leider hat mir das Cover nicht so gut gefallen, wie die Story. Es hätte durchaus mehr mit dem Titel zu tun haben können und das Pärchen das da küssen auf dem Boden liegt hätte zu jedem beliebigen anderen Roman passen können… Aber die Art wie der Titel in einer Chat-Blase platziert war hat mir dann schon besser gefallen.

Fazit:
Ein sehr schönes Buch mit einem ernsten Hintergrund und viel Witz. Liebenswürdige Charaktere und durchaus verständliche Probleme, die mit den Charakteren mitfühlen ließen. Empfehlenswert für alle, die schon vom Klapptext Interesse schnuppern. Für alle, die jetzt denken, was will ich mit so einem Chat-Roman? Das ist doch sowieso nur Blabla… - Falsch! Das ist es definitiv nicht. Wie schon gesagt, es hat wirklich einen ernsten Hintergrund, der einen wirklich berührt. Die Charaktere haben mit Problemen zu kämpfen, die in diesem Zusammenhang ziemlich offensichtlich, aber nicht leicht zu lösen sind. Hat mir sehr gut gefallen.

Ich gebe 4 1/2 Eulen, weil ich Ina zwar sehr ins Herz geschlossen habe, es mir aber sehr leid getan hat, dass sie meiner Meinung nach nicht ganz ihrem Alter gerecht war. 

ebook: € 3,99

Verlag: impress
Seiten: 353


Sonntag, 8. März 2015

Rezension: Das geheime Vermächtnis des Pan (Sandra Regnier) #1



Titel: "Das geheime Vermächtnis des Pan"
Autor: Sandra Regnier
Verlag: impress
Genre: Fantasy, Jugendroman
Reihe: "Pan-Trilogie" Band #1
Seiten: 416 (TB)
Beendet: 08. März 2015
Hardcover: € 14,99
Taschenbuch: € 8,99
ebook: € 3,99
ISBN: 978-3-551-31380-5
mehr dazu: Amazon 




Felicity Morgan ist nicht gerade das, was sich die Elfenwelt unter ihrer prophezeiten Retterin vorgestellt hat. Sie ist achtzehn, trägt immer noch eine Zahnspange, hat keinen Sinn für schicke Klamotten und scheint niemals genügend Schlaf zu bekommen. Leander FitzMor hingegen, der Neue an Felicitys Schule, ist der wohl mit Abstand bestaussehendste Typ Londons. Um keinen coolen Spruch verlegen und zu allem Überfluss auch noch intelligent – denkt Felicity, die Gott sei Dank nicht auf arrogante Frauenschwärme steht. Auch wenn diesen Leander immer jener seltsam anziehende Duft nach Heu und Moos umgibt und er sie manchmal anschaut, als könne er ihre Gedanken lesen. Aber das Schlimmste an dem Ganzen ist, dass er einfach nicht mehr von ihrer Seite weichen will…

(Teil 1)
(LEE - Die Prophezeite)

"Ich war neugierig. Ziemlich sogar. Immerhin hing von diesem Mädchen die Zukunft ab. Die Zukunft einer ganzen Nation. Und ich sollte sie beschützen."

Ich bin wirklich überwältigt. Dieses Buch hatte wirklich alles, was ich gebraucht habe! Anfangs habe ich zwar ein bisschen länger gebraucht, bis ich wirklich in der Geschichte drinnen war und alle Personen irgendwie zuordnen konnte (waren ein bisschen viele auf einmal) aber heute habe ich dann alles am Stück zuende gebracht. Was mich anfangs ziemlich gestört hat und wobei ich eigentlich nach jedem Kapitel gestöhnt habe war, dass sich alles ziemlich in die Länge gezogen hat. Ich wusste zwar, dass es ein Fantasy Roman ist, das hat man aber anfangs nicht wirklich gemerkt. Natürlich gab es Dinge, die aufgefallen sind, die anders waren, aber es hat wirklich sehr sehr lange gedauert, bis wirklich mal etwas aufgeklärt und vor allem erklärt wurde! Außerdem hat es mich leider auch ziemlich genervt, wie viele Komplexe die Protagonistin hatte. Anfangs war das wirklich alles noch in Ordnung und normal aber nach einiger Zeit geht einem das Gemecker doch ziemlich auf die Nerven. Allerdings habe ich auch einige Pluspunkte zu vergeben. Ich muss sagen, der Schreibstil der Autorin hat mir dieses Mal wirklich sehr sehr gut gefallen und ich hatte nie das Gefühl, dass es zu einfach oder zu schwer war. Es war einfach perfekt und es war immer im richtigen Augenblick der gewisse Witz dabei, der perfekt gepasst hat. Ich war jedes Mal ziemlich erstaunt aber erfreut, wie „neu“ das Buch von der Zeit her ist. Schauspieler wurden erwähnt und es ging um das Jahr 2015, was ich echt klasse fand, dadurch, dass wir ja gerade 2015 haben:) Wenn ich im Endeffekt auch nochmal darüber nachdenke, fällt mir auf, dass es ziemlich cool war, die Protagonisten am Anfang erst mal richtig kennenzulernen und noch nichts von der „Fantasy-Handlung“ groß mitzubekommen. Was mich meist an anderen Romanen so gestört hat war, dass die Hauptpersonen sich gerade mal zwei Wochen kannten und schon zusammen waren und sich besser kannten als die ganzen Freunde, die sie schon seit Jahren haben. Das war hier nicht der Fall und dafür auf jeden Fall nochmal ein großes Lob! Mir gefällt vor allem der Charakter von Leander sehr, weil er einfach unglaublich charmant und witzig ist. Ich finde es fantastisch, wie die Autorin hier auch viel Bedeutung auf die Familie und den Freundeskreis der Protagonistin Felicity gelegt hat. Das ist auf jeden Fall auch etwas, worin es bei den meisten Fantasy-Romanen mangelt. Es gab Momente zwischendurch in denen ich der Protagonistin am liebsten persönlich eine Ohrfeige verpasst hätte, weil sie so auf ihre Komplexe fixiert war, andererseits aber nicht gesehen hat, was sie haben könnte. Das hat sich im letzten Abschnitt zum Ende hin sehr gebessert und das Ende, das ich erwartet habe, kam (leider) auch nicht. Dafür freue ich mich jetzt umso mehr auf den zweiten Band, den ich (zum Glück !!!) schon habe! Damit möchte ich euch sagen: Achtung Cliffhänger!

Ich finde das Cover wirklich wunderschön, aber meiner Meinung nach passt es leider nicht ganz zum Inhalt. Die Flügel der Elfe (?) passen absolut nicht. Da kann niemand fliegen! Aber der Grünton gefällt mir gut, weil er an Lees Geruch von Heu und Moos erinnert.

 Kennt ihr die Trilogie? Habt ihr Interesse?
Wie hat euch der erste Band gefallen? Fandet ihr ihn genau so überragen wie ich?
Hat euch das Buch vielleicht nicht überzeugt? warum?

Ein sehr faszinierendes Buch, das mir super gut gefallen hat. Ich bin echt froh, es gelesen zu haben und gleich mit dem zweiten Band anfangen zu können. Die Autorin hat wirklich einen super schönen und süßen Schreibstil und sie hat so viele Dinge in diesem Buch untergebracht, da bin ich nur baff. Wirklich ein riesen großes Kompliment für diese Meisterleistung. Natürlich gibt es in jedem Buch auch ein paar Mängel, aber wenn das Buch beendet ist, sieht man meistens darüber hinweg. Deshalb kann ich das Buch auch jedem empfehlen. Es ist einfach durchzulesen und ab einem gewissen Punkt kann man gar nicht mehr aufhören, das Buch wegzulegen. Ich freue mich tierisch auf den zweiten Band!


5 Sterne mit einem Sternchen (*), das ich aber wieder abziehe, wegen den durchaus zu nervigen Komplexen der Protagonistin. Stört zwar etwas, macht das ganze aber nicht schlecht. 



Band #2: "Die dunkle Prophezeiung des Pan"
Band #3: "Die verborgenen Insignien des Pan"


Donnerstag, 5. März 2015

Rezension - Mein Herz zwischen den Zeilen (Jodi Picoult & Samantha van Leer) #1




Titel: "Mein Herz zwischen den Zeilen"
Autor: Jodi Picoult & Samantha van Leer
Verlag: Bastei Lübbe (Baumhaus Taschenbuch)
Genre: Roman
Reihe: Delilah - Between the Lines Band #1
Seiten: 283 (HC)
Beendet: 01. März 2015
Hardcover: € 14,99
Taschenbuch: € 10,00
ebook: € 8,49
ISBN: 978-3-8432-1093-5
mehr dazu: Amazon  Jodi Picoult Homepage






Was wäre, wenn die Charaktere in einem Buch ein Eigenleben hätte, solange die Buchdeckel geschlossen bleiben? Ein Eigenleben, das mit der Geschichte des Buchs gar nichts zu tun hat? Erst, wenn das Buch wieder geöffnet wird, gehen die Figuren auf Position und spielen  ihre Rolle für die Leser weiter. Und was wäre, wenn einer dieser Charaktere das Buch unbedingt verlassen wollte? Besser noch: Wenn sich eine Leserin ihn verlieben und beschließen würde, ihm zu helfen?

„Hilf mir!“ Delilah kann es kaum fassen, als sie diese Nachricht in ihrem Lieblingsbuch findet. Oliver, der umwerfend gut aussehende Held der Geschichte, hat diese Worte extra für sie in den Felsen geritzt. Zuerst hält sie sich für verrückt, doch schnell stellen Delilah und Oliver fest, dass sie über die Grenzen der Buchseiten hinweg miteinander sprechen können. Und damit nicht genug: Oliver vertraut Delilah an, dass er raus möchte aus seiner Buchwelt: Das echte Leben interessiert ihn! Und sowieso findet er Delilah süß und würde sie zu gerne küssen… Und Delilah? Die hat sich schon längst in Oliver verguckt und ist begeistert von der Idee, ihn aus seiner Geschichte herauszuholen. Aber wie sollen sie es schaffen, die Grenzen zwischen ihren so unterschiedlichen Welten zu überwinden?

(Wie alles begann)

"Es war einmal in einem fremden Land, da lebten ein tapferer König und eine wunderschöne Königin, die liebten einander so sehr, dass die Menschen - wohin sie auch kamen - alles stehen und liegen ließen, nur um sie vorbeischreiten zu sehen!"

 
(Vorsicht beim Lesen, evtl. ein kleiner Spoiler drin)


Ich möchte gar nicht so viel dazu sagen. Es ist ein wunderschönes Buch, das auf einer sehr interessanten Idee basiert und auch sehr schön umgesetzt wurde. Mich hat von Anfang an die Tatsache berührt, dass eine Buchfigur sich tatsächlich in seine Leserin verliebt. Ich musste allein deswegen das Buch sofort kaufen, als ich davon gehört habe. Der Schreibstil ist recht einfach gehalten, was, wie ich glaube, daran liegt, dass die Autorin Jodi Picoult das Buch gemeinsam mit ihrer Tochter verfasst hat. Es hat aber trotzdem einen schönen roten Faden, der sich durch das ganze Buch zieht. Es bleibt generell immer alles sehr übersichtlich und man bekommt von allen Seiten eine einzige Geschichte erzählt. Mir gefällt es, dass teilweise auch etwas über Delilahs Leben abseits des Buches beschrieben wird. Ich muss aber leider auch zugeben, dass sich das Buch gegen Ende hin von der Handlung her ein klitzekleines bisschen gezogen hat. Ich meine damit aber nicht, dass ich länger gebraucht habe, bis ich fertig war, ganz im Gegenteil, ich habe nur bemerkt, dass die Ideen, die Delilah und Oliver haben, um ihn aus dem Buch zu befördern gegen Ende hin zu viel werden. Es hätte gereicht ein paar dieser Versuche zu streichen und dafür einen anderen etwas genauer zu beschreiben. Zwischendurch war ich aber ein bisschen von der Hauptfigur Delilah enttäuscht, sie hat auf bestimmte Dinge reagiert, wie ich es gar nicht von ihr erwartet hätte und in denen ich wirklich entsetzt war, wie sehr sie doch auf dieses Buch fixiert ist. Ohne zu spoilern muss ich aber dazu sagen, dass sie sich sehr da hinein gesteigert hat, weshalb ich kurz vor dem Ende einen ganz anderen Ausgang des Buches erwartet hatte, der aber nicht bewahrheitet wurde. Meiner Meinung nach hätte die Geschichte definitiv auch anders ausgehen können, was aber dann die ganze Aussage des Buches verändert hätte. Wie gesagt, mir hätte ein anderes Ende genauso gut gefallen, wie es das jetzige getan hat, weil ich Delilah lieber selbst zurück aus ihrer Welt und in die Realität geholt hätte. Die anderen Figuren gefallen mir eigentlich auch recht gut, obwohl sie so gut wie kaum vorkommen. Nur Delilahs Mutter konnte ich nicht wirklich ausstehen, da sie einerseits total überreagiert aber andererseits wieder die liebe Mutter ist, die ihre  Tochter voll und ganz versteht.

Ich finde eine Meinung über dieses Buch ziemlich schwierig, da der Stil zu wünschen übrig lässt, was aber die logische Konsequenz aus einer Zusammenarbeit wie dieser zwischen Mutter und Tochter ist. Aber der Inhalt der Geschichte ist einfach nicht zu übertrumpfen. Ich bin mit der Geschichte an sich und der Handlung stark zufrieden und konnte mich mit dem ganzen Konzept sehr gut identifizieren. Es lohnt sich auf jeden Fall, das Buch zu lesen, es sei denn ein schwacher Schreibstil würde stören. Als kleiner Snack zwischendurch (NinniSchokibookschallenge) super geeignet und vom Inhalt auf jeden Fall eins meiner Lieblingsbücher geworden!

Das Cover hat mich sofort angesprochen. Es passt perfekt zum Inhalt und die Spiegelung in der Mitte sowie die Farben zeigen die Zugehörigkeit der beiden Protagonisten zu einer jeweils anderen Welt. Leider verstehe ich aber die beiden Buchstaben in den Ecken noch nicht ganz. Das D könnte für Delilah stehen aber mit dem K kann ich absolut nichts anfangen… Jemand eine Idee? Cover war hier auf jeden Fall ein Punkt, weshalb dieses Buch so dringend in mein Bücherregal musste.

Kennt ihr das Buch? Hat es euch bereits auch so berührt wie mich? 
Oder habt ihr es noch nicht gelesen, seid aber interessiert?
Wie hat es euch gefallen? 
Was fandet ihr daran so besonders?

Zusammenfassend kann ich nur sagen, dass es insgesamt eine sehr schöne Geschichte mit spannender und interessanter Handlung ist. Sprachlich sehr einfach gehalten. Es gab ein paar Dinge, die mir nicht ganz so gut gefallen haben, aber das waren eher Kleinigkeiten. Beim Ende hätte ich mir auch etwas anderes vorstellen können, aber so wie es jetzt ist, gefällt es mir auch sehr gut. Man selbst sprüht beim Lesen nur so voller Ideen und glaubt endlich wissen zu können, wie Oliver aus dem Buch kann, doch am Ende kommt alles ganz unerwartet. Die verschiedenen Perspektiven und die Innengestaltung des Buches sind der absolute Hingucker und für jedes Mädchen ein Traum. Ich kann es nur weiter empfehlen, trotz ein paar Mängeln, gebe aber dennoch 5 Sterne von mir!

"Liebe ohne Punkt und Komma" 
(Jodi Picoult & Samantha van Leer)
"Delilah - Between the Lines" Band #2